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7 - Juni 1978

60 Jahre in Dur und Moll
Zur Geschichte des "1. Gablitzer Musikvereins Die Wienerwalder"

Jetzt, im Jahre 1978, soll sich laut Überlieferung die 60. Wiederkehr des Gründungsjahres unseres Vereins jähren. Dies ist Anlass
genug, zum ersten Male seines wechselvollen Schicksals zu gedenken und an jene Männer zu erinnern, welche durch
beispielhaften Idealismus und Opfersinn dem Verein die Treue hielten. Sicherlich ist es nicht mehr möglich ein genaues Bild aller
wesentlichen Ereignisse niederzulegen, da nur noch wenige der Gründungs- und späteren Vereinsmitglieder unter uns weilen.




























So trafen einander Ende Jänner dieses Jahres die beiden Altmitglieder J. Karner und A. Kamehl zusammen mit Frau L. Luitz und
Herrn A. Eckhart, um in einem Gespräch ihre Erinnerungen zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise entstand der nun folgende
Bericht.

Schon lange vor dem Entstehen einer ersten Vereinsform war es der segensreichen, kulturellen Tätigkeit des damaligen
Obmannes des Verschönerungsvereins Heinrich Lefnär zu danken, dass Musik in unserem Ort gepflegt wurde. Er war es auch, der
Karl Michael Ziehrer, Edmund Eysler, Alexander Girardi, Richard Waldemar und viele andere nach Gablitz brachte. Er selbst war
ein bekannter Wiener Komponist und schrieb auch den offenbar verloren gegangenen "Gablitzer Marsch". Auch der Vater von Frau
Schulrat Bayer widmete Gablitz einige seiner Kompositionen. In dieser musikalischen Atmosphäre finden sich etwa 1912 einige
Männer zusammen, um gemeinsam auf Veranstaltungen für den musikalischen Rahmen zu sorgen. Oberlehrer F. Ramler war hier
als Organist tätig, ohne jedoch mit dieser ersten Form des Vereins zu tun zu haben. Jäh unterbrach der Ausbruch des ersten
Weltkrieges eine weitere Vereinsentwicklung und als das Jahr 1918 den Frieden brachte, kehrten aus dem Felde nur mehr fünf
Mann zurück.

Damals, im Oktober 1918, fanden sich vier Männer zusammen und bildeten zwecks Gründung eines Musikvereins ein
Proponentenkomitee. Es waren dies: Franz Fehringer, Alois Kamehl, Georg Obermüller und Heinrich Gattermeier (alle senior).
Noch im selben Monat konnte ein Kapellmeister gewonnen werden, Leopold Dohnal. Er war Militärkapellmeister und Kapellmeister
der Eisenbahnermusikkapelle "Westbahnhof". Zudem war er ein guter Lehrer.

Die Gründung des Vereins mit den Statuten folgte. Als Name wurde "1. Gablitzer Musikverein" gewählt.

Die Beschaffung der Instrumente gelang in verhältnismäßig kurzer Zeit. Ein Vereinsausschuss, welcher aus sechs Mann bestand,
wurde gebildet. Zu den oben erwähnten Mitgliedern kamen nur J. Luitz und A. Kamehl jun. dazu (Herrn Luitz verdanken wir viele
Aufzeichnungen). Sitz des Vereins war die Brauhausrestauration Gattermeier. Der gesamte Musikverein bestand nun aus 22
Mann.

Die Namen (soweit sie heute noch bekannt sind):
Heinrich Gattermeier, Leopold Dohnal, Alois Kamehl sen., Paul Wanderer, Karl Köpfelsberger jun., Alfred Fiedler, Fritz Hirt, Georg
Obermüller, Josef Luitz, Franz Dubsky, Franz Libal, Adolf Schober, Karl Köpfelsberger sen., Karl Wawerka, Franz Fehringer sen.,
Leopold Wöhrer, Karl Novotny, Heinrich Gattermeier jun., Alois Kamehl jun. In den folgenden Jahren kamen noch einige
musikbeflissene Schüler dazu und zwar: Josef Karner, Josef Neuhold, Franz Dobner, Ernst Nachförg und Georg Obermüller jun.

Die ersten beiden Jahre waren ausgefüllt mit fleißigen Proben. Die erste Ausrückung war zu einem Geburtstagsständchen im Jahre
1920. Die jungen Musiker waren gerade imstande, zwei Märsche und einige Prozessionslieder zu spielen. Das "Hoch sollst du
leben" ging auch schon zur Not. Am Hauersteig lernten sie unter der Führung von Stabsführer Alois Kamehl richtig marschieren
und die ersten Schwenkungen auszuführen. Im März 1921 bekamen sie aus der K. u. K. Sach-Demobilisierung hechtgraue
Uniformen und hohe, schwarze Offizierskappen. Es wurde fleißig gelernt und so konnte der Musikverein anlässlich einer
Schiffsreise nach Melk ein größeres Konzert zu Gehör bringen. Auch vor dem Fürsten Ypsilanti wurde im Rahmen eines
Gartenfestes gespielt (1921). Es zeugte von großem Idealismus, dass der Kapellmeister sehr oft zu Fuß von Wien 15 nach Gablitz
ging und bei Nacht wieder zurück. In der damaligen Nachkriegszeit kam es sehr oft vor, dass keine Straßenbahn, kein Zug und
kein Autobus verkehrten. Das Jahr 1924 brachte eine Änderung beim Verein, weil Kapellmeister Dohnal schwer krank wurde und
nicht mehr unterrichten konnte.

Außerdem spaltete sich der Verein aus politischen Gründen: ein Teil wollte keine Kirchenmusik und beim Umgang nicht mitgehen;
der andere Teil lehnte es ab, am 1. Mai zu spielen. Der Verein behielt Georg Obermüller als Kapellmeister und den Sitz bei
Gattermeier. Die abgewanderten Musiker bezogen im Gasthaus Klebl ihren Vereinssitz. Sie gründeten den Verein "Die
Wienerwalder" nach einem Vorschlag von Frau Helene Kamehl. Dirigent war bis 1927 Alois Hochecker, Kapellmeister wurde Herr
Skribanek bis 1931. Ab 1931 wurde Alois Kamehl jun. Dirigent bis zur Wiedervereinigung. Obmann war Alois Kamehl sen. bis
1938. Die meisten "Geschäfte" machte dieser Verein, obwohl sie erst die großen Instrumente kaufen mussten und etwa 16 Mann
an Mitgliedern und Musiker zählten.

Die Jahre 1934 - 1938 waren für beide Vereine nicht zuträglich, deshalb wurde der "1. Gablitzer Musikverein" eingestellt und statt-
dessen die Kapelle Obermüller gegründet, um überhaupt ein Weiterbestehen der Musik zu ermöglichen. Im Sommer 1938 kam G.
Obermüller zu A. Kamehl jun. und schlug ihm die Wiedervereinigung vor. Die Sitzung wurde im Gasthaus Klebl abgehalten, wo
Alois Kamehl den neuen, verbindednen Vereinsnamen vorschlug: "1. Gablitzer Musikverein Die Wienerwalder". Kapellmeister
wurde Georg Obermüller. In den daraufdfolgenden Kriegsjahren mussten die meisten Musiker zur Wehrmacht einrücken und die
Vereinstätigkeit kam etwa 1942 zum Erliegen. Nach Kriegsende fanden sich die überlebenden Mitglieder in der Stärke von 9 Mann
zusammen und spielten Tanzmusik wieder als "Kapelle Obermüller". Im Jahr 1947 wurde der Verein reaktiviert und es begann auch
wieder eine geregelte Probentätigkeit, wie auch Schülerunterricht. Noch war die Not der Nachkriegszeit zu spüren und überall
fehlte es an verschiedenen Dingen. So kam es oft vor, dass Kapellmeister Obermüller außer dem Rucksack mit Noten und
Marschbüchern auch einen Rucksack mit Brennholz mitbrachte, um überhaupt einen warmen Proberaum zu haben. Kapellmeister
Obermüller war von Beruf Holzfäller! Ein schwerer Verlust traf den Verein, als Obermüller schwer erkrankte und nach längerem
Leiden 1952 starb.

Es konnte jedoch bald wieder ein Kapellmeister geworben werden und zwar Udalrich Stehlik, der den Verein bis 1954 führte. Um
diese Zeit wurde Anton Hagl - Bürgermeister seit 1948 - Obmann des Musikvereins. Auch wollen wir an dieser Stelle Erwin
Wanderböck nicht vergessen, welcher damals in Gablitz eine eigene Musikkapelle führte. Dem Gablitzer Musikleben schenkte er
eine Reihe von Tonschöpfungen an Märschen und Liedern, aber auch gefühlvolle Gedichte. Zum Jahresende 1954 übernahm Josef
Luitz die Kapellmeister- und Lehrstelle, die er bis zu seinem Tode am 21. Februar 1975 innehatte.

Von 1961 bis 1966 hatte Kapellmeister Luitz auch die Funktion des Obmannes über, welche er aber 1967 wieder an Bürgermeister
A. Hagl zurückgab. Dieser blieb es dann bis zu seinem Tode. Durch Bgm. Hagl gelang es 1966 der Gemeinde, Musikinstrumente
zu kaufen und damit eine Jungbläsergruppe ins Leben zu rufen. Somit konnte der Nachwuchs an Musikern für den Verein gesichert
werden. Das Land Niederösterreich half durch eine Unterstützung mit, sodass der Verein auch die großen Instrumente kaufen
konnte. Diese Aktion wurde vom gesamten Gemeinderat einstimmig beschlossen. Dafür unser aller Dank!

Die Musikkameraden Karner, Dobner, Esterle und J. Fiala übernahmen die Ausbildung der Jungbläser. Nach bereits fünfmonatiger
Probenarbeit konnte eine Fanfarengruppe bei der Stadterhebungsfeier in Purkersdorf mitwirken. Es folgten verschiedene
Veranstaltungen für die Schule, für die Feuerwehr und vieles andere mehr. Neben der Ausbildung der Jungbläser wurden laufend
Anfänger eingeschult. Das Vereins- und Probenlokal war bis 1966 im Gasthaus Schreiber und ein Jahr lang bis 1967 im Hause
Luitz in der Hochbuchstrasse. Ab September 1967 erhielt der Verein nach einem Gespräch mit Bürgermeister A. Hagl ein
Klassenzimmer (Musikzimmer) in der Volksschule zur Verfügung gestellt. Im gleichen Jahr wurde auch vom NÖ Blasmusikverband
eine Unterstützung in Aussicht gestellt, falls Vereinstrachten angekauft würden. Man besann sich auf eine alte Gablitzer
Volkstracht aus dem 17. Jahrhundert (Bauer aus Gablitz) und bestellte 34 Stück á S 2.400,-. Zuschüsse kamen auch von der
Landesregierung und von unserer Gemeinde, 1968 konnte die "50-Jahr-Feier" unseres Vereins begangen werden. Kapellmeister
Luitz war unermüdlich für den Verein tätig und wir alle sind ihm zu großem Dank verpflichtet. Zu Weihnachten 1974 erkrankte er
und starb am 21. Februar 1975. Als Nachfolger übernahm Erich Kafka die Kapellmeisterstelle. 1976 begann mit einem schweren
Schlag für den Verein - dem plötzlichen Tod des langjährigen Bürgermeisters und Vereinsobmannes Anton Hagl am 20. März.
Vereinsinterne Schwierigkeiten und Abwanderungen von Musikern ließen den Verein im Mai 1976 spielunfähig werden.
Kapellmeister Kafka trat zurück.

Von Juni bis August war der Verein stillgelegt. Obmann Josef Rainer bemühte sich, unter etlichen Bewerbern einen neuen
Kapellmeister zu finden. So war es schließlich Anton Eckhart, Tischler von Beruf und Vater eines Musikschülers, der sich
ebenfalls um den Wiederaufbau des Musikvereins annahm. Durch seinen Sohn, welcher in der Werkskapelle der Wiener E-Werke
spielt, wurde Eckhart mit dem Kapellmeister Franz Gruber bekannt und konnte diesen für Gablitz gewinnen.

Am 1. September 1976 fand die erste Probe im Musikzimmer in der Volksschule statt. Von diesem Zeitpunkt ging es mit dem
Verein wieder bergauf. Nun folgten die Teilnahme an der Eröffnungsfeier unserer Gemeindewasserleitung und am
Blasmusikertreffen in St. Pölten. Die Teilnahme am Mödlinger Faschingsumzug wurde gefolgt von einem wichtigen Höhepunkt: die
Teilnahme an den Feierlichkeiten anlässlich unserer Markterhebung und Wappenverleihung am 3. September 1977. Durch
Kapellmeister Franz Gruber waren inzwischen einige Musikkameraden von den "Hoch- und Deutschmeistern" und der
E-Werkskapelle zu uns gekommen. Im November erfolgte eine Fernsehaufnahme, welche uns Herr Giczy ermöglichte. Mit Beginn
des Jahres 1978 fanden bereits ein Dirndlball und weitere Tanzveranstaltungen statt, die von der Tanzkapelle des Vereins ("Die
fidelen Hauersteigler") bespielt wurden.

Inzwischen aber begannen die Vorbereitungen zur Feier des Gründungsfestes unseres Vereins. Denn am 27. August 1978 wird es
soweit sein. 60 Jahre Musikverein in unserem Gablitz. 60 Jahre der strebenden und hoffenden Aufwärtsentwicklungen und 60 Jahre
der jähen und harten Schicksalsschläge.

Doch gefestigt steht heute unser Musikverein vor uns und an seiner Spitze stehen drei Männer: Josef Rainer, Anton Eckhart und
Franz Gruber; jeder der Beste an seinem Platze. Hinter dem Verein steht die Gemeindeverwaltung unter der Führung von
Bürgermeister Franz Petz, welche mit entscheidenden, finanziellen Zuschüssen immer wieder hilft.

Heute spielen im "1. Gablitzer Musikverein - Die Wienerwalder" 30 Musiker. Der Verein hat viele Zukunftspläne und ist aus dem
kulturellen Leben von Gablitz nicht mehr wegzudenken.

Das Österreichische Vereinsgesetz geht auf das Jahr 1867 (!) zurück
Mit Klick auf den Link zum aktuellen Vereinsgesetz: Vereinsgesetz 2002 – VerG BGBl. I Nr. 66/2002

Feber 2010

Herr Ing. Markus Wolkerstorfer hat uns als Leiter des Musikvereines liebenswürdiger Weise die Erzählung von Herrn
Vormaurer aus dem Jahr 1978 mit der Entwicklung der letzten 30 Jahre ergänzt, hier sein aktueller Bericht -

DANKE VIELMALS !

Schon lange vor dem Entstehen einer ersten Vereinsform, etwa 1892, wurde auf Initiative des
Verschönerungsvereinsobmannes, des Komponisten Heinrich Lefnaer, in unserem Ort musiziert. Im Jahr 1912 fanden sich
einige Männer zusammen, um gemeinsam auf Veranstaltungen für den musikalischen Rahmen zu sorgen.

Jäh unterbrach der Beginn des 1. Weltkrieges eine weitere Vereinsentwicklung. Als das Jahr 1918 den Frieden brachte, fanden
sich im Oktober Heinrich Gattermeyer, Franz Fehringer, Alois Kamehl und Georg Obermüller zusammen und bildeten zwecks
Gründung eines Musikvereines ein Proponentenkomitee. Als Kapellmeister konnte Leopold Dohnal gewonnen werden. Im
Frühjahr 1919 wurden in der Brauhausrestauration des Obmannes Gattermeyer, der Vereinsname "Erster Gablitzer
Musikverein" und die Statuten beschlossen und die erste Ausrückung war zu einem Geburtstagständchen im Jahre 1920. Aus
der k.u.k. Sachdemobilisierung erhielt der Musikverein hechtgraue Uniformen mit schwarzen, hohen Offizierskappen.

Als 1924 Kplm. Leopold Dohnal starb, kamen die politischen Spannungen der damaligen Zeit zum Durchbruch und es wurde
ein zweiter Musikverein mit dem Namen "Die Wienerwalder" gegründet. Die Jahre 1934 bis 1938 waren für beide Vereine nicht
zuträglich. Der "Erste Gablitzer Musikverein" wurde stillgelegt und stattdessen als "Kapelle Obermüller" musiziert. Im Sommer
1939 fanden die beiden Kapellen wieder zu einander und es wurde der "Erste Gablitzer Musikverein - Die Wienerwalder"
gegründet, mit Kapellmeister Georg Obermüller. Der Vereinsbetrieb wurde bis ins Jahr 1942 aufrechterhalten, aber auch
danach versuchten die in Gablitz verbliebenen Musiker ein musikalisches Weiterbestehen zu ermöglichen.

Nach Ende des 2. Weltkrieges wurde der Verein 1947 durch Obmann Franz Fehringer wieder aktiviert, doch die
Nachwirkungen des Krieges führten zur Auflösung im Jahr 1948. Bgm. Anton Hagl und Kplm. Obermüller gelang aber bereits
1950 die Wiedergründung. Nach dem Tod von Kplm. Obermüller im Jahr 1952 führte Kplm. Udalrich Stehlik den Verein bis
1954, um ihn dann an den Mitgründer Josef Luitz zu übergeben. Unter der Führung von Bgm. Hagl und Kplm. Luitz bekam der
Verein 1968 die, der Gablitzer Tracht nachempfundene Wienerwaldtracht. Unter Kplm. Luitz trat der Verein 1955 dem NÖ-BV
bei und nahm an Konzert- und Marschmusikbewertungen teil.

Nach dem Tod von Bgm. Hagl und Kplm. Luitz musste der Verein 1976 für ein halbes Jahr stillgelegt werden, bis der neue
Obmann Josef Rainer mit Kplm. Franz Gruber den Verein wieder aktivieren konnte. Durch die Gründung einer vereinseigenen
Musikschule konnte auch der Nachwuchs gesichert werden.
Im Jahr 1978 übernahmen Anton Eckhart als Obmann und Ernst Fieber als Kapellmeister, die Leitung des Vereines und
führten den Verein zu einer, über die Bezirksgrenzen hinaus, bekannten Kapelle. Nach einem Schlaganfall, während des
Neujahrskonzertes 1983, musste Kplm. Fieber sein Wirken in Gablitz beenden. Kplm. Wilhelm Berger konnte an die
Aufbauarbeit seines Vorgängers anschließen und errang 1987 mit dem Musikverein den Ehrenpreis des Landeshauptmannes
in Bronze. Neben Konzertreisen nach Ungarn, der Tschechoslowakei und in Österreich war die dreiwöchige Tournee in die
Vereinigten Staaten der absolute Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Als Obm. Anton Eckhart 1987 viel zu Früh verstarb,
übernahm Mag. Nikolaus Weinmann die Führung des Vereines. Auch Kplm. Wilhelm Berger schied kurze Zeit später aus dem
Verein aus. In Folge übernahmen dann innerhalb von zwei Jahren drei Kapellmeister die musikalische Leitung des Vereines bis
Ing. Markus Wolkerstorfer diese endgültig übernahm.

Nachdem die Trachten bereits bis zu 30 Jahre alt waren, wurde der Musikverein 1997 neu eingekleidet. Die finanziellen Mittel
dafür wurden durch das, von Obm. Walter Penz ins Leben gerufene Oktoberfest aufgebracht. Mit einem Jubiläumskonzert und
einem "Wienerwaldtreffen" mehrerer Gastkapellen, feierte der 1. Gablitzer Musikverein "d'Wienerwalder" im Sommer 1998 sein
80-jähriges Bestandsjubiläum. Ein Kammermusikbewerb und die Teilnahme an Marsch- und Konzertwertung rundeten das
Jubiläumsjahr ab, ganz nach unserem Motto "Wir machen seit 80 Jahren Kultur".

Im Mai 2002 konnten wir, Dank der Unterstützung durch die Marktgemeinde Gablitz, nun auch unseren eigenen Probenraum
im Vereinstreff beziehen, der nun den modernen Erfordernissen einer Musikkapelle entspricht.

Um den Nachwuchs für unseren Verein zu sichern wurde im Jahr 2008 eine Jungmusikergruppe ins Leben gerufen, die anfangs
im Klassenverband unterrichtet wird. Bei mehreren Auftritten konnten die jungen Musikerinnen und Musiker bereits ihr Können
unter Beweis stellen.
Nun trennen uns nur noch wenige Jahre von unserem großen Jubiläum: 100 Jahre Musikverein!
Das Hauptaugenmerk wird in diesen Jahren bei der Nachwuchsarbeit liegen.
Weiters wollen wir zu diesem Jubiläum den Musikverein mit der historischen Gablitzer Tracht einkleiden.

Ehrung durch Bürgermeister
Ing. M. Cech für Ing. Markus
Wolkerstorfer für seine
Verdienste - mit Klick weiter